Magie kennt keine Erwartungshaltung
- einevonuns

- 14. Okt. 2025
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 14. Nov. 2025
Wir machen uns Bilder von der Welt meist aufgrund von Ideen.
Eine Idee, die unbedingt losgelassen werden sollte, wenn mensch etwas Neues erleben will, ist die der Erwartungshaltung.
Da steckt ein R drin und Warten und Halt.
Es ist also die Reise von einem zeitlich begrenzten Stillstand zu einem absolutem Stillstand. Genauer hingeschaut ist Erwartungshaltung also Quatsch und hat mit Leben, das essenziell Bewegung braucht, nichts zu tun.
Hier ein paar tagtägliche Erwartungshaltungen und mindestens eine davon kennst du auch:
Beispiel aus dem Freumdeskreis:
Ich gehe durch die Stadt und grüße freundlich einen Passanten. Der ignoriert mich völlig und läuft einfach weiter… was mich dann ärgert, weil ich unterbewusst erwartet hatte, dass er auch zurück grüßt und zwar gefälligst auch freundlich.
Beispiel aus dem Miteinander:
„Ich erwarte ihre Antwort bis zum X. des Monats…“
Beispiel aus der Familie:
„Solange du die Füße unter meinen Tisch stellst, erwarte ich von Dir…“
Oft ist uns gar nicht bewusst, wie tiefgreifend sich dieser hemmende Mechanismus in unsere Gesellschaft gefressen hat. Dazu kommt, dass wir zunächst erst mal gar nicht damit rechnen, dass einfach eine Erwartungshaltung hinter unseren als negativ empfundenen Erlebnissen stecken kann. Sie ist nichts anderes als eine aus Prägung hervorgegangener manifestierender/manipulierender Automatismus. Dieser hält uns hauptsächlich davon ab, neue und außergewöhnliche Erfahrungen zu machen, oder ganz einfach: So lange du eine Erwartungshaltung bist erlebst du keine Magie im Leben. Die erlebst du nur, wenn du dich frei machst und somit Raum schaffst für die Möglichkeit eines anderen Erlebens.
Was ich am Universum immer geschätzt habe, ist, dass es nie etwas doppelt spielt, gespiegelt vielleicht, aber ohne exakte Wiederholung. Das eigene Leben wird dementsprechend mit hoher Wahrscheinlichkeit wieder spannender, wenn nach und nach so viele Erwartungsmuster wie möglich enttarnt werden. Fangen wir vielleicht damit an, dass next time, wenn niemensch zurückgrüßt, wir beim ärgern denken: Aha! Muster entlarvt. Schlagartig wird der Ärger zu Dankbarkeit für dein Gegenüber, weil es ja dabei geholfen hat, diese Haltung zu ent-täuschen. Von nun an wirst du entweder aus innerem Antrieb grüßen und erlauben, dass Alles passieren darf… oder du wirst zuerst gegrüßt, weil es nichts mehr zu entlarven gibt ;)

„There is always flowers for those who want to see them“ - Henri Matisse
Recht hat er. Und auch das hilft. Es hilft, daran zu glauben, dass es ungeahnte andere Lebenserfahrungen gibt als die, die wir die ganze Zeit aufgrund von Sehschwäche in leicht abgeänderten Mustern erleben, weil wir immer gleich reagieren. There is always magic for those who allow it in.
Danke schon jetzt für deine Arbeit zur Auflösung dieser Muster.
Es ist ein Weg zu mehr Freiheit.
Morgen denke ich vielleicht schon wieder anders darüber.
Viel Spaß beim Gedankenspielen mit diesem Bild.



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